Welttoilettentag: Kampagne zur Verbesserung der Sanitärversorgung

Welttoilettentag

Am kommenden Samstag, den 19. November, ist “Welttoilettentag”. Der von den Vereinten Nationen 2008 zum ersten mal ausgerufene Gedenk- oder besser Aktionstag ist ein Beispiel wie sinnvoll so ein Tag auch mal sein kann. Inititiiert wurde der Tag von der World Toilet Organisation, WTO, deren deutscher Ableger die German Toilet Organisation, GTO, ist.

Über ein Drittel der Menschen, also über 2,5 Milliarden, haben keine ausreichende Sanitärversorgung. Dies gilt vor allem für die ärmere Bevölkerung in ländlichen Gebieten, Slums und schnell wachsenden Siedlungen. Sie müssen ihr “Geschäft” oft ungeschützt im Freien erledigen. Das führt zu einer Verschlechterung der Trinkwasserqualität und zur Verbreitung von Krankheiten. Zum Beispiel sterben laut Welthungerhilfe in Afrika mehr Kinder an Durchfallerkrankungen, die auf schlechte hygienische Verhältnissen zurückzuführen sind, als an Malaria, Masern und HIV/AIDS zusammen. Dabei gehören sauberes Trinkwasser, Hygiene und Zugang zu sanitäten Anlagen zu den Grundbedürfnissen des Menschen und sind seit 2010 als Menschenrecht anerkannt.

Die Vereinten Nationen wollen mit erreichen, dass bis 2030 alle Menschen Zugang zu einer sauberen Sanitärversogung haben.

Da der Welttoilettentag  für uns etwas kurios klingt, berichten jedes Jahr zahlreiche Medien um diesen Tag herum über die Problematik. Ausserdem sind viele Nichtregierungs-Organisationen wie die Welthungerhilfe beteiligt. Das schafft Bewusstsein und trägt dazu bei, das von den Vereinten Nationen gesteckte Ziel zu erreichen.