The next big thing: Mobilitäts-Kampagnen

“Die Mehrheit der Deutschen will nicht mehr so stark aufs Auto angewiesen sein”, so lautet das Fazit von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks, aus der aktuellen Umfrage zum Umweltbewußtsein in Deutschland 2016. Zeit Online schrieb am 2. April “Auto in den Städten sind so was von Gestern”. Keine Frage. Das Thema “Verkehr” bzw. “Mobilität” kommt. Schließlich betrifft es uns alle. Dieselgate und Pendlerstaus auf der einen Seite, E-Bikes, Fahrradschnellwege, Car-Sharing, Digitalisierung des Verkehrs auf der anderen Seite, also Probleme und mögliche Lösungen. Das sind eigentlich gute Vorraussetzungen für einen Wandel. Wie dieser aber vollzogen werden wird hängt auch davon ab, welches Gewicht der Autolobby entgegen gesetzt werden kann.

Die Umweltverbände sind als “Change Agents” gefragt.

Zu beginn des VW-Skandals um manipulierte Abgaswerte stieg die Deutsche Umwelthilfe DUH prominent in das Thema ein und ließ eigene Messungen durchführen. Damit hat die DUH eine konfrontative Kampagne gestartet wie wir sie sonst von Greenpeace kennen. Aber auch für Greenpeace ist das Thema nicht neu. In der aktuellen Kampagne veröffentlichte die Organisation gerade ein “Städteranking zur nachhaltigen Mobiltät“.
Heute, am 13. April, besuchten die AktivistInnen die Nordrhein-Westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. In den Städten des Bundeslandes ist die Luft besonders dick. Auch der BUND hat sich die Luftverschmutzung vorgenommen und am 7. April, dem Weltgesundheitstag, am Bundesverkehrsministerium in Berlin gegen Luftbelastungen durch Diesel-Stickoxide demonstriert. Germanwatch veranstaltete vom 31. März bis zum 2. April unter dem Title “Mobilität der Zukunft” Strategietage für Jugendgruppen und-initiativen in Vallendar.
Der Verkehrsclub Deutschland VCD arbeitet seit 1986 für eine umwelt- und sozialverträgliche, sichere und gesunde Mobilität. Für die aktuelle Schwerpunkt-Kampagne des VCDerober dir die Strasse zurück” gibt es eine Toolbox zum mitmachen.