Damit Europa nicht erpressbar ist: Klimapolitik als zentrale Säule für Sicherheit
12.February, 2026
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Münchener Sicherheitskonferenz: Greenpeace-Aktivist:innen entrollen Banner: “Break Free From Tyrants”

Anlässlich der Münchner Sicherheitskonferenz 2026 protestierten Greenpeace-Aktivist:innen mit einem 90 m² großen Banner am Marienhof: „Break Free From Tyrants“. Die Aktion richtet sich gegen die europäische Abhängigkeit von US- und russischem Flüssiggas, das von Trump und Putin als politisches Druckmittel genutzt wird.

Seit Jahresbeginn erreicht wöchentlich mindestens ein US-LNG-Tanker deutsche Häfen – insgesamt bereits 730 Mio. m³ Gas im Wert von 234 Mio. Euro. Die EU hat Trump sogar Zusagen für Energieimporte im Wert von 750 Mrd. US-Dollar bis 2030 gegeben, obwohl bestehende Verträge bereits ca. 190–210 Mrd. Euro umfassen.

Greenpeace warnt: Diese Abhängigkeit birgt Kosten- und Sicherheitsrisiken, da unberechenbare Regierungen Lieferungen einseitig kürzen oder an Bedingungen knüpfen könnten. Doch der EU-Plan RePowerEU – beschlossen nach Russlands Ukraine-Krieg – zeigt: Bei konsequenter Umsetzung der Energiewende (Erneuerbare, Effizienz, Stromnetzausbau) braucht Europa kein zusätzliches LNG.

Protest auf dem Marienplatz geplant

Die Organisation fordert stattdessen einen vollständigen Gasausstieg, eine Wärmewende mit Sanierungen und Heizungstausch sowie den beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien. Nur so lasse sich echte Energiesicherheit erreichen. Parallel planen Aktivist:innen für den Vormittag mit aufblasbaren Trump- und Putin-Figuren auf einem Gas-Tanker-Modell für „Sichere Energie statt Gas-Abhängigkeit“ zu demonstrieren.

Original Pressemeldung vom 13. Februar 2026