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DID oder DUT: Mehr als eine Kampagne

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Digital Independence Day: Gemeinsam gegen den Würgegriff von Big Tech

Am 4. Januar 2026 startete der erste Digital Independence Day (DID) oder Digitaler Unabhängigkeitstag (DUT) – ein monatlicher Aktionstag, an dem Menschen sich schrittweise von den Plattformen der Tech-Giganten lösen und auf datenschutzfreundliche, demokratiefreundliche Alternativen umsteigen. Initiiert vom Chaos Computer Club (CCC) und bereits am 27. Dezember 2025, auf dem 39. Chaos Communication Congress, dazu aufgerufen hat der Autor der Kanguru-Chroniken, Marc-Uwe Kling.

Koordiniert von Save Social – Networks For Democracy, hat sich die Bewegung rasant verbreitet: Über 40 Organisationen, darunter die Digitale Gesellschaft, Wikimedia Deutschland, ver.di Hamburg und die Schöpflin Stiftung, unterstützen den DID und bieten praktische Hilfe an. 

Warum ein Digital Independence Day?

Europas digitale Infrastruktur wird von wenigen US-Konzernen dominiert – ob E-Mail, Messenger, Suchmaschinen oder Cloud-Dienste. Der Einsatz von KI verstärkt diese Abhängigkeit weiter. Der DID will zeigen: Es gibt Alternativen – und der Umstieg ist einfacher, als viele denken. „Wir wollen Vielfalt und Freiheit stärken, weil es dringend nötig ist“, betont Björn Staschen von Save Social auf Zeit.de.

Wie funktioniert’s?

An jedem ersten Sonntag im Monat wechseln Teilnehmende gemeinsam zu einer freien Alternative – sei es von WhatsApp zu Signal, von Gmail zu Posteo oder von Chrome zu Firefox. Auf di.day gibt es „Wechselrezepte“: einfache Schritt-für-Schritt-Anleitungen für den Umstieg. Ehrenamtliche des CCC und anderer Partner stehen in vielen Städten mit Rat und Tat zur Seite.

Mitmachen und angeben!

Der DID setzt auf Sichtbarkeit: Wer wechselt, soll davon erzählen – unter #DIDay oder #DUTgemacht. „Tue Gutes und berichte darüber“ lautet das Motto. Denn nur so wird klar: „Alternativen funktionieren, und wir sind nicht allein“.

Der nächste Digital Independence Day findet am 1. März 2026 statt. Alle Infos, Rezepte und Termine gibt es auf di.day. Wer mitmachen will, kann sich auch lokal engagieren – viele Städte bieten Wechselsprechstunden an.

Der DID ist mehr als eine Kampagne – er ist ein gemeinsamer Schritt in die digitale Souveränität. Europa hat die Chance, seine digitale Zukunft selbst zu gestalten. Also: Am ersten Sonntag im Monat einfach mal wechseln – und stolz darauf sein!

Was ist dein erster Schritt? Probierst du Signal aus, wechselst den Browser – oder hast du schon eine Lieblingsalternative? Teile deine Erfahrung unter #DIDay!