Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat gestern, am 14. Januar, im Rahmen ihrer “Detox-Kampagne” eine Studie über Giftstoffe in Kinderkleidung veröffentlicht. Insgesamt wurden laut Greenpeace im Mai und im Juni 2013 weltweit 82 Produkte untersucht. Darunter Kleidungstücke von bekannten Markenartiklern wie adidas, Nike, Puma, C&A und H&M. Fündig wurden sie bei jedem Hersteller. Die deutsche Kurzfassung der Studie “Kleine Monster im Kleiderschrank” kann hier heruntergeladen werden.

Passend dazu ein neuer Clip vom center for environmental health:

Kampagne “Meine Landwirtschaft” veranstaltet die vierte Großdemonstration

Wir haben es satt!

Unter dem Motto “Wir haben es satt” ruft die “Kampagne” Meine Landwirtschaft bereits zum vierten Mal zur Teilnahme an der Großdemonstration auf. Diesmal wieder zum Start der Grünen Woche in Berlin am 18. Januar. Die Veranstaltung “für eine bäuerliche und ökologischere Landwirtschaft” richtet sich gegen die “agrarindustrielle Massenproduktion”. Die Demonstration, an der auch Bauern mit ihren Treckern teilnehmen werden, wird mit einem umfassenden Programm begleitet. Es beginnt bereits am Donnerstag um 17:00 Uhr mit Street Food Brandenburg – think global, eat local und endet am Sonntag um 18:00 Uhr bei einem Politischen Suppentopf.

Die erste Demo der Kampagne fand im Januar 2011 statt. Unter den Trägern finden sich viele bekannte und weniger bekannte Initiativen und Organisation aus der Entwicklungs- und Umweltpolitik – von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft bis zur Zivilcourage Vogelsberg.

Wir könnten jetzt wieder darüber streiten, ob die Bergriffe richtig gewählt wurden. Eine Kampagne mit einem klar umrissenenen Zeitplan und einem messbaren Ziel sehen wir eher in den Demonstrationen und weniger in dem, was sich hier “Kampagne” nennt. Viel Erfolg wünschen wir aber trotzdem!

Gespräch mit Greenpeace, 2. Teil

Wir werden häufiger gefragt, wie man Campaignerin oder Campaigner werden kann. Geben wir die Frage doch einfach mal weiter – an diejenigen die Campaigner beschäftigen.
Zum ersten Gespräch trafen wir Ingrid Meyer, Leiterin Personal bei Greenpeace in Hamburg. Heute der zweite Teil des Interviews.

Frau Meyer, wo findet man Greenpeace-Stellenausschreibungen?

Natürlich auf unserer Website. Manchmal schreiben wir auch bei greenjobs.de aus oder in anderen Internet-Kanälen. Printanzeigen schalten wir inzwischen seltener. Wir werben vor allem auch intern, bei unseren Ehrenamtlichen und im internationalen Greenpeace-Verbund. Wichtig sind aber auch die Netzwerke unserer eigenen Leute. Da erreichen wir am zielgenauesten Interessentinnen bzw Interessenten.

Wie läuft das Einstellungsverfahren ab?

Nach einer internen Auswahl der Unterlagen werden die Bewerber/innen zu Gesprächen eingeladen. Bei dem ersten Gespräch sind i.d.R. die Führungskraft aus dem betreffenden Bereich, jemand aus dem Personalbereich und eine Kollegin bzw. ein Kollege aus dem Kampagnenbereich dabei. Die Gespräche dauern 45min. Für die zweite Runde gibt es eine Aufgabe, deren Ergebnis die Kandidatin bzw. der Kandidat im Gespräch präsentieren soll. Dabei nehmen dann auch die Geschäftsführung, jemand aus dem Kommunikationsbereich und aus dem Betriebsrat teil.

Wie lange dauert so ein Verfahren insgesamt?

Oh, das kann leider dauern. Es kam schon vor, dass es sich länger als zwei Monate hingezogen hat.

Was verdient denn Greenpeace-Campaigner/innen?

Das Gehaltssystem ist transparent und für jeden hier einsehbar. EinsteigerInnen starten in der Regel mit Stufe 7. Aber auch Stufe 9 ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich.

Wie sehen die ersten Tage aus?

Zunächst gibt eine Begrüßungsmappe. Darin sind wichtige Basisinformationen z.B. über die Struktur von Greenpeace enthalten. Weitere Maßnahmen der Einarbeitung für Campaigner/innen sind Medientraining, ein IT-Seminar und ein Basisseminar über Grundsätzliches von Greenpeace. Die Seminare finden natürlich immer dann statt, wenn mehrere Neue zusammenkommen. Es kann also einige Zeit dauern. Außerdem bekommen Neu-Einsteiger/innen eine Mentorin bzw. einen Mentor zur Seite gestellt.

Der Hauptteil der Einarbeitung findet im Team mit der Führungskraft und den neuen KollegInnen statt.

Welche Karriere-Möglichkeiten gibt es?

Es gibt die Möglichkeit an Weiterbildungen zum Projekt- bzw. KampagnenleiterIn teilzunehmen. Prinzipiell kann man auch zum Team- oder BereichsleiterIn aufsteigen. Allerdings ist eine solche „Karriere“ schwer planbar. Solche Stellen sind selten zu besetzen, da es nicht so viele dieser Positionen gibt.

Vielen Dank für das Gespräch.

Gespräch mit Greenpeace, 1. Teil

Wir werden häufiger gefragt, wie man Campaignerin oder Campaigner werden kann. Geben wir die Frage doch einfach mal weiter – an diejenigen die Campaigner beschäftigen.
Zum ersten Gespräch trafen wir Ingrid Meyer, Leiterin Personal bei Greenpeace in Hamburg.

Frau Meyer, in welchen Bereichen bei Greenpeace arbeiten Campaignerinnen bzw. Campaigner?

Eigentlich nur in den Themenbereichen, also Energie/Klima, Atomausstieg, Wälder, Meere, Nachhaltige Landwirtschaft und Chemie sowie Globalisierung. Wir haben zwar auch Netzwerk- und Aktions-Campaignerinnen und -Campaigner, deren Tätigkeiten sind aber nicht vergleichbar.

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Ein Einsatz auf dem neuen Greenpeace Flagschiff kann auch zu den Aufgaben einer Campaignerin oder eines Campaigners gehören.


Wie viele Campaignerinnen bzw. Campaigner gibt es bei Greenpeace?

Es sind ca. 20 und zusätzlich einige Projektstellen.

Welche Voraussetzung muss jemand mitbringen, um bei Greenpeace als Campaigner/in einzusteigen?

Wir haben FachexpertInnen in den einzelnen Bereichen, z.B. im Bereich Meere/Wälder MeeresbiologInnen, aber ein Fachstudium ist kein Muss. Es ist auch nicht zwangsläufig ein Studium erforderlich. Die/der Beweberber/in sollten auf jeden Fall vom Fach Expertise haben, und das sollte auch der Biografie erkennbar sein. Wichtig ist uns aber eine abgeschlossene Ausbildung. Es dürfen durchaus Brüche im Lebenslauf sein. Wir legen Wert drauf, dass die Bewerber/innen engagiert aus den Umständen etwas gemacht haben. Engagement ist uns generell wichtig, Wir sehen es gerne, wenn sich Jemand bereits ehrenamtlich und politisch engagiert hat. Das kann in einer Greenpeace-Gruppe aber auch in einem anderen Feld als dem Umweltschutz sein.

Wir finden generell gut, wenn Menschen schon verschiedene Perspektiven eingenommen haben.

Strukturiertes Denken sollte jemand mitbringen und die englische Sprache beherrschen, obwohl für uns auch Deutsch ein Muss ist. Auslandserfahrung sehen wir auch gerne.

Streitbar sollte jemand sein, eine Meinung haben und sich dafür einsetzen, auch wenn er/sie sich dadurch angreifbar macht.

Darüber hinaus ist eine hohe Flexibelität gefragt. Manchmal ändern sich die Dinge eben schnell und dann muss man reagieren.

Der zweite Teil des Gespräches folgt nächste Woche.

Am Sonntag, den 22. September 2013 wählen wir den 18. Deutschen Bundestag. Wie üblich vor solchen Wahlen versuchen Interessensgruppen “ihr Thema” unterzubringen. Heute der letzte Beitrag zu dem Thema:

“Non-Profit-Kampagnen zur Bundestagswahl 2013″
.ausgestrahlt : “Besorg die Unterschriften!

ausgestrahlt
Quelle: .ausgestrahlt

Hier kommt kurz vor der Bundestagswahl am Sonntag noch eine “Last-Minute-Aktion” von .ausgestrahlt. Wer also morgen, am Samstag, nochmal in der Fußgängerzone die Info-Stände der Grünen und der SPD besuchen möchte und ein Gesprächsthema braucht – für den kommt die Aktion gerade richtig. Ladet Euch ganz einfach hier die Formulare für die Kandidatinnen und Kandidaten der Grünen und der SPD runter und legt sie ihnen zur Unterschrift vor. Damit sollen sie bestätigen, “dass sie sich bei einer Regierungsbeteiligung dafür einsetzen werden, dass die atompolitischen Ankündigungen aus ihren Wahlprogrammen in die Koalitionsvereinbarung aufgenommen werden”.
.ausgestahlt will die gesammelten Formulare nutzen, falls es zu Koalitionsverhandlungen kommen sollte.